Bewerbungstipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Von Indeed Editorial Team

Veröffentlicht am 26. Juni 2021

Sind Sie auch gerade in dieser Situation? Sie möchten sich um eine neue Arbeitsstelle bewerben, benötigen aber zuerst einen neuen Lebenslauf. Oder wollen Sie versuchen, die alte Version auf den neuesten Stand zu bringen? Bei Ihrer Recherche sind Sie auf unzählige Möglichkeiten gestoßen, eine Bewerbung zu schreiben. Außerdem gibt es viele verschiedene Templates und Vorlagen. Doch welche ist die richtige für Sie und was müssen Sie alles in eine vollständige Bewerbung aufnehmen? Der folgende Leitfaden beantwortet all Ihre Fragen und hilft Ihnen, optimale Bewerbungsunterlagen zu erstellen.

Finden Sie die optimale Bewerbungsvorlage für Ihre Bedürfnisse

Scheuen Sie sich nicht, Bewerbungsvorlagen und Templates für eine erfolgreiche Bewerbung zu nutzen, die Ihnen von Anfang an einiges an Arbeit abnehmen können. Vielen fällt es schwer, eine neue Bewerbung aufzusetzen. Die richtige Vorlage kann Ihnen die Arbeit erleichtern. Die verfügbaren Online-Services werben vor allem mit der Erstellung von Lebensläufen. Hier geben Sie einfach Ihre Referenzen und Arbeitserfahrungen ein und bekommen ein sauberes und leicht lesbares Dokument zurück.

Außerdem stellen zunehmend mehr Anbieter passende Templates für das Deckblatt und das Anschreiben bereit. Legen Sie Bewerbungsunterlagen mit einem einheitlichen Design vor, macht dies einen professionellen Eindruck. Zudem können Sie manche Vorlagen bearbeiten, indem Sie z. B. die Schriftart oder die Farben anpassen. So erstellen Sie Ihre ganz individuelle Bewerbung passend zu Ihren persönlichen Bedürfnissen.

Der Weg zu Ihrer aussagekräftigen Bewerbung

Neben einem ansprechenden äußeren Erscheinungsbild muss Ihre Bewerbung auch inhaltlich qualitativ hochwertig sein. Eine Vorlage bietet Ihnen zwar einen guten Ausgangspunkt, die genauen Formulierungen sind aber gar nicht so einfach und erfordern einiges an Geduld. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit, um Ihre Bewerbung zu schreiben und zu überarbeiten. Dieser Hinweis gilt insbesondere, wenn Sie sich auf mehrere Stellen gleichzeitig bewerben.

Recherchieren Sie im Vorfeld das jeweilige Unternehmen und stimmen Sie Ihre Bewerbung auf die Anforderungen der Stelle ab. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich in jeder Ihrer Bewerbungen verstellen müssen, um den richtigen Unternehmenston zu treffen. Ihre Persönlichkeit darf sich durchaus zeigen. Prüfen Sie zudem, ob Ihre Bewerbung auch tatsächlich vollständig ist. Bewerbungen mit fehlenden Unterlagen werden oftmals gleich vorab aussortiert und Sie werden unter Umständen keine Rückmeldung erhalten.

Das sollten Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen enthalten

Eine vollständige Bewerbung setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Manche Unternehmen fordern jedoch nur einige davon – informieren Sie sich also, was Sie im individuellen Fall benötigen. Falls es keine Vorgaben gibt, besteht eine vollständige Bewerbung aus folgenden Komponenten:

  • Deckblatt: Ein Deckblatt gehörte vor einigen Jahren noch zum Standard, wird in der heutigen Zeit jedoch oft weggelassen. Grundsätzlich bietet es aber einen guten Einstieg in eine Bewerbungsmappe. Enthält Ihr Deckblatt Ihr Bewerbungsbild, haben Personalverantwortliche bereits einen ersten optischen Eindruck von Ihnen.

  • Lebenslauf: Der Lebenslauf ist einer der wichtigsten Teile Ihrer Bewerbung. Hier schildern Sie Ihre schulische Ausbildung, Ihren beruflichen Werdegang sowie Ihre Arbeitserfahrungen und Fähigkeiten. Der Arbeitgeber bekommt einen ersten Eindruck von Ihnen als Arbeitnehmer und sieht auf einen Blick, über welche Abschlüsse und Weiterbildungen Sie verfügen.

  • Anschreiben: Ein weiterer wichtiger Teil ist das Anschreiben. Hier beschreiben Sie kurz und prägnant auf einer Seite, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren. Fassen Sie hier nicht den Lebenslauf zusammen, sondern zeigen Sie Interesse am Unternehmen. Erläutern Sie auch, warum Sie der perfekte Kandidat für die ausgeschriebene Position sind.

  • Motivationsschreiben: Falls vom Unternehmen gefordert oder wenn Sie sich initiativ bewerben, benötigen Sie ein Motivationsschreiben. Nicht alle Unternehmen verlangen eins, oftmals reicht entweder ein Anschreiben oder ein Motivationsschreiben. Beide Schreiben geben einen Einblick in Ihre beruflichen Hintergründe und Fähigkeiten sowie in Ihre Motivation für die Bewerbung. Ein Motivationsschreiben ist jedoch ausführlicher als ein Anschreiben und Sie können detaillierter darauf eingehen, warum gerade Sie der geeignete Kandidat für die ausgeschriebene Stelle sind.

  • Arbeitszeugnisse, Referenzen, Arbeitsproben: Als letzten Teil Ihrer Bewerbung fügen Sie Referenzen, Arbeitszeugnisse oder Arbeitsproben an. Damit können Sie Ihre Fähigkeiten und tatsächlichen Arbeitserfahrungen bei vorherigen Arbeitgebern in den relevanten Bereichen belegen.

Bei kreativen Berufen wird zudem oftmals ein kreatives Portfolio verlangt, in dem Sie frühere Arbeiten präsentieren. Wie diese Mappe aussehen soll, können Sie bei der zuständigen Personalabteilung erfragen.

Wählen Sie die richtigen Formulierungen für eine erfolgreiche Bewerbung

Nachdem Sie nun wissen, wie Sie Ihre Inhalte einfach und ordentlich über Bewerbungsvorlagen und Templates zusammenstellen können und was eine vollständige Bewerbung enthalten soll, sollten Sie nun darüber nachdenken, wie Sie sich sprachlich ausdrücken. Wie bereits oben erwähnt, kommt den richtigen Formulierungen besondere Bedeutung zu.

Seien Sie selbstbewusst

Zeigen Sie sich durch Ihren Schreibstil in einer Bewerbung stets selbstbewusst. Erklären Sie Ihre Referenzen kurz und erläutern Sie, warum Sie für die jeweilige Position geeignet sind. Übertreiben Sie es jedoch nicht, weil es sonst im Vorstellungsgespräch auffallen kann. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die relevanten Fakten.

Wählen Sie die richtigen Worte

Die Wortwahl in Ihrer Bewerbung spielt eine sehr große Rolle. Die Verwendung von umgangssprachlichen Formulierungen ist nicht angebracht. Drücken Sie sich formal und korrekt aus und überlegen Sie, welche Worte Sie wählen. Achten Sie aber auch darauf, dass Sie nicht in ein steifes „Beamtendeutsch“ verfallen.

Statt langer und komplizierter Sätze formulieren Sie besser kurz und prägnant. Dadurch erleichtern Sie den Personalverantwortlichen das Lesen und vermittelt einen guten ersten Eindruck. Nachdem Sie das Anschreiben geschrieben haben, lesen Sie es sich noch einmal durch und ersuchen Sie einen Kollegen oder ein Familienmitglied, es ebenfalls noch einmal zu korrigieren. Es kann zudem hilfreich sein, es laut vorzulesen. Dann hören Sie, wie gewisse Worte klingen oder wirken.

Profi-Tipp: Verwenden Sie den Konjunktiv sehr sparsam

Ein wichtiger Punkt ist, dass Sie nur selten – wenn überhaupt – im Konjunktiv schreiben sollten. Mithilfe dieser Regel sorgen Sie für einen selbstbewussten Schreibstil. Wenn Sie sich Ihrer Fähigkeiten bewusst sind, wissen Sie, dass Sie eine gute Verstärkung für das Team „sind“ und nicht „wären“. Außerdem ist es offensichtlich, dass Sie sich über eine Rückmeldung aufrichtig „freuen“ und nicht „freuen würden“. Geeignete Formulierungen erwecken bei den Personalverantwortlichen einen ersten guten Eindruck von Ihnen. Dieser Punkt kann Ihnen helfen, im Bewerbungsprozess eine Runde weiterzukommen.

5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Die oben genannten Aspekte geben Ihnen bereits viele Anhaltspunkte für eine gute Bewerbung. Sie können sie weiter verbessern, wenn Sie mit den folgenden fünf Tipps typische Fallstricke und Fehler umgehen.

Vermeiden Sie generische Anschreiben

Auch wenn wir Ihnen weiter oben in diesem Leitfaden zur Verwendung von Bewerbungsvorlagen und Templates geraten haben, heißt das nicht, dass Sie generische Massenanschreiben versenden sollten. Davon gibt es im Internet sehr viele und wir können nur davon abraten. Sie enthalten meist typische Sätze für Bewerbungen, die von den Personalverantwortlichen erkannt werden. Generische Schreiben können im schlechtesten Fall dazu führen, dass Ihre Bewerbung bereits vorab aussortiert wird. Ziel eines Anschreibens ist es, sich von anderen Mitbewerbern mit den gleichen Qualifikationen abzuheben. Und dieses Ziel erreichen Sie nicht dadurch, dass Sie ein allgemeines Anschreiben aus dem Internet kopieren. Beachten Sie folgende Punkte:

  • Informieren Sie sich über die Stelle und das Unternehmen und lassen Sie diese Informationen in Ihr Anschreiben einfließen.

  • Halten Sie Ihren Schreibstil freundlich und professionell.

  • Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

Personalverantwortliche haben viel Erfahrung und erkennen schnell, wer sich tatsächlich Mühe gegeben hat und sein Bewerbungsschreiben auf die ausgeschriebene Stelle abgestimmt hat.

Wählen Sie die richtige Anrede für den Ansprechpartner

Informieren Sie sich im Vorfeld über Ihren Ansprechpartner. Es ist nicht nur wichtig, dass Sie den richtigen Namen verwenden, sondern auch, ob dieser weiblich oder männlich ist, denn manche Vornamen liefern keinen Hinweis auf das Geschlecht Ihres Ansprechpartners. Grundsätzlich können Sie auf der Webseite des Unternehmens die Verantwortlichen mit Bildern einsehen. Falls diese Informationen nicht vorhanden sind, rufen Sie das Unternehmen an und fragen Sie nach.

Schreiben Sie einen kurzen, aber aussagekräftigen Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte aussagekräftig und nicht zu lang sein. Oft ist es schwer, ihn auf nur eine Seite zu beschränken. Die Arbeit wird jedoch einfacher, wenn Sie nur die tatsächlich relevanten Erfahrungen für die Stelle hervorheben. Wenn Sie sich auf den ersten Job nach Ihrer Ausbildung bewerben, dann sollten Sie unbedingt bei einer Seite bleiben. Bei Personen mit mehreren Jahren Arbeitserfahrung, diversen Weiterbildungen und mehreren Stellenwechseln darf der Lebenslauf auch etwas länger sein – jedoch nie mehr als zwei Seiten. Zu den wichtigsten Elementen im Lebenslauf gehören:

  • Allgemeine Informationen zu Ihrer Person

  • Relevanter beruflicher Werdegang

  • Ausbildung

  • Hard und Soft Skills

Kontrollieren Sie Rechtschreibung und Grammatik

Kontrollieren Sie am Schluss auf jeden Fall die Rechtschreibung und Grammatik aller Texte. Mit dem Rechtschreibprogramm auf Ihrem Computer können Sie grobe Grammatik- und Rechtschreibfehler vermeiden. Noch besser ist es, wenn ein Kollege oder Familienmitglied Ihre Texte noch einmal Korrektur liest. Sie können aber auch einen professionellen Freelancer engagieren. Denn wenn Personalverantwortliche Rechtschreibfehler oder Flüchtigkeitsfehler finden, hinterlässt es keinen professionellen Eindruck.

Achten Sie auf das Format

Ein unübersichtliches oder uneinheitliches Format wirkt ebenfalls unseriös, welches Sie durch die Verwendung der eingangs erwähnten Templates für Bewerbungsvorlagen vermeiden können. Möchten Sie jedoch manuell eine eigene Bewerbung erstellen, achten Sie auf gleichmäßige Abstände auf den Seiten und zwischen den Zeilen. Außerdem sollten Sie auf schnörkelige Schriftarten verzichten und einfach lesbare verwenden, z. B. Arial, Times New Roman oder Calibri.

Wenn Sie diese Tipps beachten und die passende Bewerbungsvorlage für sich nutzen, steht Ihrer erfolgreichen Bewerbung nichts mehr im Weg. Viel Erfolg!

Weitere Artikel